Der Abendwind wiegt in Nocturnes
und unsere Herzen fallen in diese Nacht,
wo Silber auf stillen Dächern ruht
und Sehnsucht leise Funken entfacht.

Die Sterne streuen flüsterndes Licht
auf Wege, die keiner mehr sieht
und Zeit verliert ihr ernstes Gesicht,
wenn Dunkel ins Träumen entflieht.

Der Mond schreibt Verse aus blassem Schein
auf Wasser, das schimmernd erwacht,
und alles was wir sind wird klein
und gross zugleich in dieser Nacht.

So ruhen wir unter dem Himmelszelt,
wo Schweigen wie Samt uns bewacht,
vergessen die Welt, erinnern die Welt
und lieben uns durch die Nacht.