Lyrical 206
Wie sacht es doch begann, ein Flimmern nur, ein kaum benannter Klang, der leise in mir schwang.
Wie zart du mich in deinen Augen tanzen liest, als wäre ich aus Licht gemacht, als hätte ich nichts gewusst von Nacht.
Im Jetzt stehe ich, und alles ist zugleich so nah und doch verloren fern, ein Herz, das schlägt, doch ohne Stern.
Und wie weit weg liegt alles stumm, als hätte Zeit sich selbst betrogen,
als wären Worte fortgezogen, verhallt im Raum, im leeren Drum.
Aus meinem Fehltritt ist ein Graben entstanden, tief und kalt,
ein Riss, der unsre Hände trennt, der keine Brücke gelten lässt, der jede Hoffnung fallen lässt, so alt.
Die Distanz zwischen uns wächst still, wie Schatten, die sich weiterziehen,
ich sehe dich, doch kann dich nicht mehr wirklich zu mir ziehen.
Und was einst war ein warmer Klang, wird nun ein Echo, schwach und bang,
ein Flüstern nur im Gegenwind, das keinen Weg zurück mehr findet.
Das Schweigen meiner eigenen Gefühle hüllt sich ein in Traurigkeit,
als wäre jedes Wort zu schwer, zu spät, verloren in der Zeit.
Ich trage dich noch immer hier, in jedem Jetzt, in jedem Wir,
doch was wir waren, rinnt dahin, und ich bleib stumm, und du gehst fort mit ihm.
