Du arbeitest dich durch all deine Leben,
als würdest du Fäden aus Sternen verweben.
Du legst etwas nieder, hebst anderes auf,
trägst Kisten aus gestern im leisen Verlauf.
Ein Raum wird geschlossen, ein anderer wacht,
gefüllt mit Erinnern, mit Sehnsucht und Macht.
Du stellst dort die Dinge behutsam hinein,
als müsste ihr Flüstern bewahrt immer sein.
So gehst du durch Tage mit staubigen Händen,
als würdest du Welten im Stillen vollenden.
Du nimmst deine Sachen, betrachtest ihr Licht,
erkennst in dem Alten dein eigenes Gesicht.
Du sortierst deine Zweifel, verpackst deinen Mut,
verschiebst alte Tränen in neuerer Glut.
Mal trägst du die Freude, mal trägst du die Last,
doch alles ist Weg und nichts ist nur Rast.
Und während du wanderst von Schwelle zu Schwelle,
wird jeder Raum in dir leiser und helle.
Denn was du auch ablegst, was immer du nimmst,
es ist deine Seele, die du neu bestimmst.
